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Lichtspiel · 1995
Neon Genesis Evangelion
SerieMechapsychologischKlassiker
Notiz des Kurators
Vierzehnjährige steuern biomechanische Kolosse gegen rätselhafte „Engel", so beginnt es, als Mecha-Serie. Doch Hideaki Anno interessiert sich weniger für die Schlachten als für die Menschen darin: ihre Depression, ihre Verlassensangst, ihre Unfähigkeit, einander zu berühren.
Evangelion zerlegt sein eigenes Genre, bis am Ende nur noch Psychogramm übrig ist, inklusive eines Finales, das auf Skizzen und Selbstbefragung zurückfällt, weil Geld und Kraft aufgebraucht waren. Gerade dieses Scheitern machte die Serie unsterblich: Kaum ein Werk der Popkultur hat Verletzlichkeit so radikal ausgestellt.