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Welt · 2022
Scorn
Notiz des Kurators
Man erwacht nackt und namenlos in einer Welt aus Knochen, Sehnen und feuchtem Fleisch. Ohne ein einziges Wort der Erklärung tastet man sich durch labyrinthische Korridore, löst Rätsel an Maschinen, die eher Organismen sind, und begreift langsam, dass der eigene Körper nur ein weiteres Werkzeug in diesem Kreislauf aus Geburt und Verwesung ist.
Ebb Software goss die albtraumhaften Visionen von H. R. Giger und Zdzisław Beksiński in ein begehbares Kunstwerk. Scorn erzählt nicht, es lässt spüren: Jeder Hebel, jede Tür, jede Waffe ist aus organischem Grauen geformt. Ein sperriges, unbequemes Spiel, das seine Kompromisslosigkeit zum Programm macht und den Körperhorror als Architektur begreift.